Unter dem Menüpunkt „Christliche Symbolik & Motive“ schlägt das Herz der theologischen Vermittlung von Pater Eckhard Bieger (SJ). Hier geht es darum, dem Besucher zu erklären, warum Kirchen so gebaut sind und welche spirituelle Botschaft hinter den visuellen Motiven steckt.
Um die Fülle Ihrer Notizen übersichtlich und spannend aufzubereiten, sollte diese Unterseite in vier thematische Säulen unterteilt werden. Jede Säule erhält eine kurze theologische Erklärung und wird mit den konkreten Bildmotiven verknüpft:
Kosmische Symbole & Ur-Motive
Die Kirche als Abbild der Schöpfung und des Universums.
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Die Ostung der Kirchen: Warum sind historische Kirchen nach Osten ausgerichtet? Die aufgehende Sonne symbolisiert Christus, das „Licht der Welt“, das die Dunkelheit des Todes vertreibt.
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Der lichtdurchflutete Chor: Das Motiv des von Licht durchfluteten Altarraums am Morgen steht direkt für die Auferstehung – er ist der eigentliche Grund, warum überhaupt Kirchen gebaut werden.
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Die Zahl 8 (Der achte Tag): Zu finden in romanischen Kuppeln oder den achteckigen Kirchenbauten des 19. Jahrhunderts. Die Acht steht für die Neuschöpfung, die Ewigkeit und die Auferstehung (sieben Tage der Schöpfung plus der Tag der Auferstehung).
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Die Osterkerze & das Osterfeuer: Das Licht, das sich in der Dunkelheit der Kirche ausbreitet – das zentrale Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod.
Der Passionsweg: Prozess, Tod & Grab
Wie der Raum das Leiden Christi abbildet und erfahrbar macht.
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Vom Kreuz zum Kruzifix: Die Entwicklung der Darstellung.
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Das romanische Kreuz: Christus wird oft als Sieger mit offenen Augen und Königskrone dargestellt, nicht als Leidender.
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Das Passionskreuz: Der leidende Christus am Kreuz im Kirchenschiff.
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Die Kreuzigungsgruppe: Große Figurengruppen (Maria, Johannes, Jesus), die oft markant vor der Kirche oder am Chorbogen platziert sind und den Betrachter direkt ansprechen.
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Die Grablege (Heiliges Grab): Architektonische Nischen oder Kapellen in der Kirche, die das Grab Jesu symbolisieren – oft ein Ort der stillen Andacht am Karfreitag und Karsamstag.
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Die Herz-Jesu-Statue: Ein Motiv des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das die menschliche Liebe und das Mitleiden Gottes symbolisiert
Die Sakramente im Raum
Wie die Architektur den Vollzug der heiligen Handlungen unterstützt.
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Die Taufe (Aufnahme in die Gemeinschaft):
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Der Ort: Das Taufbecken (oft achtteilig) oder das Weihwasserbecken direkt am Eingang – als Zeichen, dass die Taufe das „Tor“ zur Kirche ist.
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Die Symbole: Fotografische Details von der Taufkerze, dem weißen Gewand in Babygröße und den kleinen Chrisam-Döschen für das heilige Öl.
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Die Eucharistie (Begegnung mit Jesus):
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Das visuelle Zentrum: Eine Weitwinkelaufnahme von hinten, die die feiernde Gemeinde um den Altar zeigt.
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Die Werkzeuge der Messe: Detailaufnahmen und theologische Erklärungen zu Kelch, Ziborium (Speisekelch), den Altarschellen und dem Rauchfass, dessen aufsteigende Wolke für die gen Himmelsteigenden Gebete steht.
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Hostie & Gegenwart Jesu (Orte der Anbetung):
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Das Tabernakel & Sakramentshäuschen: Der Tresor des Allerheiligsten, oft kunstvoll als Miniatur-Kirche gestaltet.
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Das Ewige Licht: Die rote Flamme, die anzeigt: „Jesus ist im Raum gegenwärtig.“
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Vergebung & Umkehr (Die Beichte):
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Der Beichtstuhl: Der physische Ort der Versöhnung.
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Der Beichtspiegel: Die innere Vorbereitung.
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Der Hl. Johannes Nepomuk: Die Heiligenfigur als Schutzpatron des Beichtgeheimnisses.
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Himmlische Fürsprecher & Zeugen
Die Kirche als Gemeinschaft der Lebenden und der Toten.
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Maria im Kirchenraum:
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Die Schutzmantelmadonna (Sicherheit und Zuflucht).
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Die Pieta (Die trauernde Mutter mit dem Leichnam Jesu – Trost im Schmerz).
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Maria Knotenlöserin und Knotenlöser-Motive (z.B. Judas Thaddäus in St. Georg, Köln, als Zuständiger für unlösbare Probleme).
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Die 14 Nothelfer & lokale Heilige: Kerzenständer und Fürbittbücher, in die Menschen ihre Sorgen eintragen können, zeigen, dass die Kirche ein lebendiger Ort der Klage und des Dankes (Danktafeln an Wallfahrtsorten) ist.
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Das Fundament der Ahnen (Krypta & Reliquien): Heilige im Fundament. Warum werden Reliquien in den Altar eingelassen? Der Glaube der Vorfahren und Märtyrer trägt buchstäblich die heutige Kirche.

